Einen Scheiß muss ich – weil ich nur so meinen eigenen Weg finden konnte

20190722-Einen-Scheiss-muss-ich-Blogparade Weil ich nur so meinen eigenen Weg finden konnte

Als ich den Titel der Blogparade ​"Einen Scheiß muss ich ...!" ​​von Elke Schwan-Köhr gelesen habe, habe ich mich sofort angesprochen gefühlt. Dieser Satz ist ein Satz, der sich durch mein gesamtes Leben zieht und ​der mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin. Daher erzähle ich Dir in diesem Beitrag zur Blogparade ​meine sehr persönliche Geschichte, denn nur so konnte ich meinen eigenen Weg finden​. 

Die jungen Jahre

Ich war als Kind schon immer ein bisschen anders, ein kleiner Revoluzzer halt. Nicht offensichtlich, nein, aber innerlich hat es gebrodelt. Ich bin in einem absolut liebevollen und wohlbehütetem Elternhaus aufgewachsen, als Erstgeborene eines Selbstständigen. Ich hab die Selbstständigkeit quasi mit der Muttermilch bekommen. Alles nichts ungewöhnliches, das soll schon mal vorkommen. Ich habe drei jüngere Geschwister, eine Schwester und zwei Brüder. "Wie die Orgelpfeiffen", hieß es da immer, weil wir alle im Abstand von zwei Jahren geboren wurden. Als Älteste hatte ich natürlich das "Privileg" auf die jüngeren aufzupassen, wenn die Mama mal Einkaufen gefahren ist. Das hat mir nicht gerade Lorbeeren eingebracht, denn ich hab da schon mal die Furie raushängen lassen - man muss sich ja schließlich durchsetzen, so als 7-Jährige ... 

Ich war jedenfalls ein ziemlicher Sturschädel und musste oft mit dem Kopf durch die Wand und wenn ich mir was eingebildet hab, dann hab ich dafür gekämpft und - sagen wir es mal etwas vornehmer - mich so dafür eingesetzt, bis ich hatte, was ich wollte.

Einen Scheiß muss ich - ​Kauderwelsch ist was für andere

​Anscheinend ging das schon los, als ich sprechen ​lernte. Meine Mutter erzählte mir, ich hätte als Kleinkind, bevor ich ein Wort laut ausgesprochen habe, das leise vor mich hinflüsternd geübt. Erst als ich mir sicher war, es richtig zu sprechen, habe ich das auch laut gemacht. Ja, ich werde mich in diesem Artikel noch öfter outen, und ja, ich neige etwas zum Perfektionismus. Mit den Jahren wird man genügsamer, ich auch, und mittlerweile spreche ich lange nicht mehr das astreine Hochdeutsch, welches ich als Kind noch gesprochen habe. In der Schule war ich ich damit jedenfalls ein Außenseiter.

​Einen Scheiß muss ich - Religionsunterricht für Revoluzzer

Ich komme aus einem kleine Dorf nördlich der Stadt Salzburg, ​mit damals glaube ich knapp 2.500 Einwohnern. Dort war ich natürlich als Tochter eines Selbstständigen schon ein bisschen ein Außenseiter, denn die meisten Kinder kamen aus Familien mit landwirtschaftlichen Betrieben. Das Dorf hatte eine kleine Volksschule mit 4 Klassen und der Religionsunterricht, der damals natürlich noch verpflichtend war, wurde vom einzigen Pfarrer im Dorf, einem erzkatholischen, sehr strengen ​Priester, gestaltet. ​​Natürlich hatten wir in der Klasse einen Adventkranz und der liebe Herr Pfarrer wollte im Unterricht weihnachtliche Stimmung machen, hat die erste Kerze angezündet und das Licht abgedreht. 

​Frei nach dem Motto "einen Scheiß muss ich" bin ich aufgestanden und hab das Licht wieder aufgedreht. Mir war es schlichtweg zu dunkel mit der einen Kerze. Der Pfarrer, erst etwas perplex, hat's wieder abgedreht. Ich wieder aufgestanden: aufgedreht - er: abgedreht ... Das haben wir glaube ich eine viertel Stunde gespielt. Bis er vor Zorn tobend aus der Klasse ins Rektorzimmer gestürmt ist. Meine Mutter musste in die Schule kommen ...

Du kannst Dir vorstellen, gut ist das für mich nicht grad ausgegangen. Und das soll jetzt auch nicht heißen, dass ich so ein (mein) Verhalten heute gut heiße. Gesellschaftliche Normen und Regeln einzuhalten sehe ich trotzdem als sehr wichtig an! Das sind keine Regeln, die man brechen sollte. Was ich damit sagen will, ich habe schon damals ​meine Überzeugung durchgesetzt, bin dazu gestanden und habe die Konsequenzen getragen.

Einen Scheiß muss ich - es geht auch mit Links

In meiner Schulzeit gab es noch Kollektivstrafen. Ich hoffe, das praktiziert heute kein Lehrer mehr, aber damals kam das schon mal vor, dass die ganze Klasse ​nachsitzen musste​. Ich weiß auch nicht mehr in welchem Fach das war und an den Grund kann ich mich auch nicht mehr erinnern.​ Ich glaube, es war in der Hauptschule, also ich dürfte sowas um die 10 oder 11 Jahre gewesen sein. Wir mussten irgendeinen Text abschreiben. Völlig stupide und ich war das einfach Leid, zu sitzen und zu schreiben, nur weil ein paar andere irgendeinen Scheiß gemacht haben.

Ich bin Linkshänder und habe in der ersten Klasse noch umlernen müssen - worüber ich schon seit Jahren ​wahnsinnig dankbar bin, denn dadurch kann ich mit beiden Händen schreiben. Allerdings kann ich mit der linken Hand nur von Rechts nach Links und das spiegelverkehrt schreiben - also Spiegelschrift. Und das habe ich kurzerhand gemacht, beim Strafeschreiben. So war es plötzlich lustig, weil die Lehrer, die die Strafstunde beaufsichtigt haben, völlig daneben gestanden sind. Und für mich war es plötzlich keine völlig sinnlose und stupide Tätigkeit mehr. Ich habe meine linke Hand trainiert. 

Irgendwann wurde ich dann doch erwachsen - zumindest habe ich das zu diesem Zeitpunkt geglaubt 😀

Die Sturm und Drang Periode oder wie ich meinen eigenen Weg gefunden habe

Einen Scheiß muss ich - wenn man die Überzeugung kurzfristig verliert

Ich habe in Hallein die Höhere Lehranstalt für Mode- und Bekleidungstechnik besucht und mit Matura abgeschlossen. Nach der Schule hatte ich die Idee, Steuerberater zu werden. Für ein entsprechendes betriebswirtschaftliches Studium hätte ich nach Wien oder Graz gehen müssen und dazu war ich mit 19 schlichtweg zu feig. Also gab es zwei Möglichkeiten: Rechtswissenschaften oder Land- und Forstwirtschaft. ​Diese beiden Studienrichtungen gab es in Salzburg und beide wären die Basis gewesen um Steuerberater zu werden. Aus heutiger Sicht wäre es sinnvoller gewesen, Land- und Forstwirtschaft zu nehmen, aber das kam für mich sowas von überhaupt nicht in Frage - ich hatte meine "einen Scheiß muss ich-Überzeugung" völlig aus den Augen verloren. Ich habe Jus gewählt. Das ging natürlich ich die Hose und da war sie wieder, die Überzeugung.

Einen Scheiß muss ich - Versicherungen sind cooler als Jus

Statt für das Studium zu lernen habe ich bei einem Versicherungsmakler angeheuert und mich als Versicherungsagent selbstständig gemacht - mit knapp 20 Jahren. Und ich habe Verkaufen von der Pike auf gelernt, mit Versicherungen. Das war eine harte Schule, sag ich Dir. Das war eine Station auf meinem Weg, die mir persönlich viel gebracht hat und ich hab auch gut verkauft. Lange habe ich das nicht gemacht,​ denn eine wirkliche Erfüllung war ​es trotzdem nicht. ​Aber es ist etwas passiert in mir, etwas was mich wachsen hat lassen.

Dieser Job hat mich über die Angst, Salzburg den Rücken zu kehren und nach Wien zu gehen, hinauswachsen lassen. Ein Jahr habe ich dafür gebraucht, ein Jahr um aus meiner Komfortzone auszubrechen. Um meine Philosophie "einen Scheiß muss ich, auch wenn alle anderen aufheulen, abraten, warnen ..." zu finden. Ab diesem Zeitpunkt habe ich wirklich begonnen eigene Entscheidungen zu treffen, nicht auf das zu hören, was die Familie sagt, die es natürlich alle nur gut meinen, aber die nicht ​MEIN Leben leben.

Einen Scheiß muss ich - ich gehe nach Wien

Ich wollte nicht mehr Jus studieren, ich wollte irgendetwas arbeiten. Die Versicherungen haben mich auch nicht mehr interessiert, also hab ich ein paar Bewerbungen geschrieben, an Wiener Unternehmen, denn da bekommt man ja sicher leichter einen Job als in Salzburg. Heute unvorstellbar, wie schnell das damals gegangen ist: ich habe genau 30 Bewerbungen geschrieben, auf einmal, bin einmal kurz nach Wien gefahren, hatte glaub ich 5 Gespräche und hatte meinen Bürojob bei einer Obst- und Gemüsehandelsfirma am Großgrünmarkt in Wien-Inzersdorf.

Neu in Wien kannte ich natürlich keinen Menschen. Also habe ich mich zuerst in Volkshochschulkurse gesetzt, das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden, sozusagen. Andere Menschen kennenlernen kann man auch beim Lernen. Irgendwann waren die Kurse fad und ich hab ein Kolleg der Handelsakademie gemacht, also quasi eine zweite Matura. Das war eine Abendschule, täglich nach der Arbeit für 2 Jahre. 

Von Freunden und Bekannten kamen so Aussagen: "wie willst Du das denn schaffen? Du musst ja tagsüber arbeiten und Geld verdienen, damit Du leben kannst!"

Dazu musst Du wissen, dass ich damals ca. 12.000,00 Schilling verdient habe, die ​Wohnungsmiete hat die Hälfte davon geschluckt und der Rest ging für meinen Lebensunterhalt drauf. Ich hatte übrigens noch ein Viertel-Telefon in ​meiner 30 m2 Einzimmer-Wohnung - bin ich damit schon ein Dinosaurier? ​​Also viel hatte ich damals wirklich nicht.

Ganz nach dem Motto: "Einen Scheiß muss ich" habe ich die Schule trotzdem gemacht.  

Einen Scheiß muss ich - auch Baubranche muss nicht für immer

Am Großgrünmarkt war ich Mädchen für alles im Büro. Das Liechtensteiner Mutterunternehmen der kleinen Handelsfirma, für die ich tätig war, hat die Wiener Firma geschlossen, ein Jahr, nachdem ich dort begonnen hatte. Also hab ich wieder Job gesucht. Über einige Umwege bin ich schließlich in der Baubranche gelandet ​und durfte an der Donau-City mitwirken. Das ist der Stadtteil in Wien, der auf der Überplattung der Donauuferautobahn entstanden ist.

Ich habe im Anschluss daran im Laufe der Jahre in unterschiedlichen ​Tochtergesellschaften eines Großkonzerns im Bau- und Baunebengewerbe gearbeitet und dort Großprojekte kaufmännisch abgewickelt. Dank meiner Sturheit bin ich ja nicht nur Damen- und Herrenkleidermacher und ​Industriekaufmann (den Abschluss hatte ich ​in der Modeschule ​dabei) sondern hatte auch noch den Bürokaufmann abgeschlossen. 

Einmal Baubranche, immer Baubranche, heißt es so schön. So war es auch eine Zeit. Aber wenn ich solche Aussagen höre, dann tickt in mir eine Zeitbombe mit dem Gedanken "einen Scheiß muss ich ...". Irgendwann wusste ich, der Job wird mir noch wahrscheinlich 5 Jahre Spaß machen und dann bin ich damit durch. Also musste etwas anderes her:

Einen Scheiß muss ich - Neubeginn ist immer möglich!

​Im August 2005 habe ich kurzerhand beschlossen, neben 2 kleinen Kindern und einem 30-Stunden-Job im Baugewerbe, das Studium Ernährungswissenschaften zu beginnen.

Du kannst Dir vorstellen, was ich von meinem Umfeld gehört habe:

  • ​Das kannst Du doch nicht machen!
  • ​Wie willst Du jetzt noch ein Studium schaffen?
  • Die Kinder sind noch viel zu klein!
  • Du musst ja arbeiten auch noch.
  • Du musst Dich um Deine Familie kümmern!
  • Was soll denn das bringen?
  • Du bist ja nicht mehr 20!

Du kannst Dir bestimmt vorstellen, was mein Gedanke dabei war: EINEN SCHEISS MUSS ICH!

Ich wusste, dass das mein Weg war, das genau dieses Studium mich dahin führt wo ich heute stehe. 

Das Ankommen im Hier und Jetzt

Wenn Du noch immer da bist und das jetzt auch liest, dann möchte ich an dieser Stelle danke sagen für Deine Geduld! Denn warum erzähle ich Dir das alles? Oft weiß man nicht, wozu manche Dinge im Leben gut sind. Oft sieht man nicht sofort, welche Auswirkung auf Dein Leben eine getroffene Entscheidung hat. Oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Aber irgendwann erkennst Du, dass genau diese eine Entscheidung Dich um Welten vorwärts gebracht hat und egal was alle um Dich herum sagen. Wenn Du den Drang verspürst, irgendetwas zu machen und Du überzeugt bist, das passt jetzt, dann mach es!

Mir fällt da immer der Song der Ärzte ein: Lasse Redn

Einen Scheiß muss ich - Ernährungsberatungen brauchen keinen Brotjob

​Ich habe studiert, im 2. Bildungsweg, neben Job und Kindern und ich habe das Diplomstudium erfolgreich im Jahr 2012 abgeschlossen. Daneben haben ich eine Zusatzausbildung in der Traditionellen Chinesischen Medizin gemacht. Auch da kamen natürlich wieder aus dem Umfeld die üblichen - sagen wir mal - "Bedenken", dass das parallel zum Studium nicht geht. 

Mein Ziel war immer die Selbstständigkeit. Ich wollte ​in die Beratung. Ich wollte Menschen dabei helfen, Ihre Wohlfühlernährung zu finden. Und genau diese Ernährungsberatungen mache ich heute. Du kannst Dir mittlerweile bestimmt schon denken, was von meinem Umfeld gekommen ist. Und das traurige dabei ist, das kommt heute noch. Wenn ich mal eine Phase habe, wo es grade nicht so läuft - und das kommt halt in der Selbstständigkeit vor, dass es Phasen gibt, in denen es leichte Flauten gibt - ​werden gerade Menschen, denen Du wichtig bist, oft unbewusst zu Energieräubern. Sie meinen es ja alle gut und man darf es diesen Menschen nicht übel nehmen, denn meist steckt Sorge dahinter.

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit, ich hatte ein kurzes emotionales Tief, aufgrund eines entgangenen Auftrages. Da meinte meine Mutter: "Willst Du Dir nicht langsam einen Job suchen?". Ich war entrüstet, seit 7 Jahren bin ich selbstständig und arbeite ​leidenschaftlicher als ich je in einer Anstellung gearbeitet habe in und an meinem Unternehmen. Sie meinte es gut, sie machte sich Sorgen! Und das sollten wir nie vergessen, und uns trotzdem nicht von unserem Weg abbringen lassen!

Einen Scheiß muss ich - Ehrenamtlichkeit, ähm, ja!

​Heute bin ich neben meiner Selbstständigkeit 2. Vorsitzende im Vorstand des Verbandes der Ernährungswissenschaften Österreichs ehrenamtlich tätig. Daneben bin ich seit April 2019 in den Vorsitz des Bundesausschusses der Ernährungsberatung der Wirtschaftkammer Österreichs gewählt worden und habe seit ​einigen Jahren die Funktion der Berufsgruppensprecherin der Ernährungsberater in Niederösterreich (WKO Niederösterreich Lebens- und SozialberaterInnen) inne. Frage bitte nicht, was mein Umfeld in Bezug auf meine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten sagt ... 

Mir ist einfach die berufspolitische und berufsrechtliche Situation der Ernährungsberater wichtig und dafür setze ich mich ein.

Durch diese Tätigkeiten ​bin ich häufig in Kontakt mit KollegInnen und angehenden ErnährungsberaterInnen. ​Ein Meinungsbild ist leider immer noch vorrangig ​in den Köpfen verankert: Von Ernährungsberatung kann man nicht leben, dazu musst Du einen Brotjob haben. Da gibt es einige Berufe, denen dieser Ruf vorauseilt. 

Einen Scheiß muss ​Du!

Ich war immer und bin nach wie vor der Überzeugung, ich kann von und mit meiner Selbstständigkeit leben und Ernährungsberatung ​IST mein Brotjob! ​Das ist alles eine Frage des Mindsets. Klar, von der Masse abheben hilft natürlich gewaltig und Positionierung ist sicher auch ​ein Zauberwort. ​Mit dem Bauchladen "Ernährungsberatung" herumzulaufen ist schwieriger, als wenn Du eine Spezialisierung hast. Eine fundierte Ausbildung ist selbstverständlich Voraussetzung, aber dann ist einfach ​ALLES möglich. Du musst es nur wollen. 

​Meine Take home message

Es ist wie die Geschichte mit ​der Hummel. Sie könnte aus aerodynamischen Gründen genau genommen gar nicht fliegen. Zum Glück hat Ihr das niemand gesagt!

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Gehe Deinen eigenen Weg, so wie ich meinen eigenen Weg gegangen bin und nach wie vor gehe. Bleib Dir selber treu, so dass Du Dich auch später noch in den Spiegel schauen kannst und wenn Du von etwas überzeugt bist, dann mach es und zieh es durch. Egal was Dein Umfeld dazu sagt. Denn Du musst Dich einen Scheiß an das halten, was andere sagen. Du bist aber auch voll für Dein Handeln verantwortlich. Manchmal trifft man dabei sicher auch falsche Entscheidungen, doch die bringen einen am meisten weiter, denn aus Fehlern lernt man. Irgendwann ​tragen Durchhaltevermögen, Standhaftigkeit, mutig sein, aus der eigenen Komfortzone zu gehen und sich nicht immer an Konventionen und Regel zu halten dazu bei, die ​Früchte zu ernten, die Du Dir erwartest. 

Ich hoffe, dieser persönliche Einblick in meinen Werdegang gibt Dir Kraft und Mut Deinen eigenen Weg zu gehen! Für diesen Weg wünsche ich Dir Durchhaltevermögen, Durchsetzungskraft und Ausdauer, denn oftmals ist es etwas anstrengender ​diesen Revoluzzer-Gedanken zu leben, als mit der Masse zu schwimmen. 

Alles Liebe,

Deine Susanne

P.S. ​Das Titelbild ist übrigens vom Jakobsweg, dem Camino Françes, den ich im September 2012 alleine gegangen bin. Alleine? Ja, denn einen scheiß muss ich 🙂

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Susanne Lindenthal

Mein Name ist Susanne Lindenthal und ich bin Deine Expertin in Sachen Verdauung. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Zum einen bin ich mit Leib und Seele Ernährungswissenschafterin, zum anderen bin ich der Traditionellen Chinesischen Medizin verfallen. In meinen Beratungen verbinde ich diese scheinbar konträren Welten und verhelfe damit Führungskräften und UnternehmerInnen zu einem besseren Bauchgefühl.
Susanne Lindenthal
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Einen Scheiss muss ich - warum du dich als Scannerpersönlichkeit nicht für EINE Idee entscheiden musst - 9. Oktober 2019 Reply

[…] Susanne Lindenthal erzählt in ihrem Beitrag zur Blogparade ihre ganz eigene Geschichte, in der sie Dinge oft anders gemacht hat, als man das „für gewöhnlich“ tut. Aber man ehrlich, was ist schon gewöhnlich? Wer bestimmt das? Und warum sollte man nicht einfach außergewöhnlich sein? […]

Margit Wickhoff - 2. August 2019 Reply

Liebe Susanne, ich bewundere deinen Mut und deine Offenheit, großartig, wie du deinen Weg gegangen bist! Und das Beispiel mit der Hummel ist einfach genial. Ja, die Kraft der eigenen Gedanken ist schon magisch. Wenn wir daran glauben, ist alles möglich!
Alles Liebe Margit

    Susanne Lindenthal - 2. August 2019 Reply

    Liebe Margit,

    Herzlichen Dank für Deine lieben Worte. Es freut mich, dass Dir mein Artikel gefällt. Ich habe im Laufe meines Lebens immer wieder die Erfahrung gemacht, wenn Du ein Ziel hast, daran fest glaubst und den Entschluss fasst, das durchzuziehen, egal was andere dazu sagen, dann bewegt sich die Vorsehung auch zu Deinen Gunsten und Dinge werden wahr, von denen Du niemals im Traum daran gedacht hast, dass sie möglich sind (frei nach Goethe). Für mich war es immer der authentischere Weg meinen Dickschädel durchzusetzen, auch wenn es manchmal steinig war.

    LG Susanne

Elke - 25. Juli 2019 Reply

Liebe Susanne,
wow, vielen Dank für diese tollen Einblicke, die wirklich Mut machen! Ich hab ein paar Gemeinsamkeiten entdeckt, vom wohlbehüteten Elternhaus bis hin zum Kommentar deiner Mutter zwecks Job suchen – mein Vater macht das auch und mein Mann denkt es wohl zumindest ab und zu, er hat nur gemerkt, dass er damit auf Granit beißt und hält den Mund.

Ich frage mich ja immer, wie viele Menschen wären um so viel glücklicher, wenn sie ihren eigenen Weg gingen statt einfach den ausgetretenen Autobahnen der Masse zu folgen, den Konventionen, den Erwartungen. Und vor allem: Was würde dabei Tolles entstehen?

Deshalb wünsch ich mir, dass ganz viele deinen Artikel lesen und dass er ihnen Mut macht.

Sonnige Grüße
Elke

    Susanne Lindenthal - 25. Juli 2019 Reply

    Liebe Elke,
    herzlichen Dank für Dein tolles Feedback. Ja, es ist für viele halt oft nicht denkbar, den eigenen Weg zu gehen, weil die Steine auf dem Weg zu groß und zu unüberwindbar erscheinen. Schön, dass Du Dich auch nicht davon abbringen lässt 🙂
    Meine Erfahrung ist, dass aus der Nähe betrachtet sich der große Fels oftmals als Kieselstein entpuppt und dass sich alles fügt, wenn man sein Ziel unnachgiebig verfolgt. Vielleicht gibt Deine Blogparade und auch mein Artikel für einige den Anstoß, es mal mit einem Schritt in die Richtung zu wagen. Oft braucht es ja nur den einen Schritt und dann ist eh schon Bewegung in der Sache. Das heißt nicht, dass ich nicht auch oft gezögert habe und nach dem ersten Schritt gedacht habe, ob das jetzt wohl richtig war? Letztendlich ist jede getroffene Entscheidung die richtige, denn sie führt uns einen Schritt weiter.

    Herzlichen Dank noch einmal für den Anstoß, den Du mit Deiner Blogparade bewirkt hast.
    LG Susanne

Martin - 24. Juli 2019 Reply

Hallo Susanne,

vielen Dank für diesen Blog-Beitrag. Mit Mitte 36J. tut das richtig gut zu lesen wie sehr du deinen eigenen Weg gegangen bist und es dich dorthin brachte, wo du heute bist. Aktuell stehe ich vor einem beruflichen Neuanfang und schwanke fast jeden Tag. Vor kurzem fand ich heraus, dass meine vielfältigen Interessen und Neugier kein Symptom für mangelnden Ehrgeiz in einer Sache sind, sondern ganz natürlich meiner Persönlichkeitsnatur als Scanner (Barbara Sher) entspricht. Es gibt nunmal keine Schablone für DAS EINE Leben. Wenn wir gewillt sind die Prioritäten unserer Mitmenschen zu respektieren, dann wird auch das Energierauben weniger und das Leben friedlicher. Ich hatte mal irgendwo gehört: Das Gegenteil von gut ist: gut gemeint.
Beste Grüße
Martin

    Susanne Lindenthal - 24. Juli 2019 Reply

    Lieber Martin,
    es freut mich sehr, dass Dir mein Beitrag gefällt und Dir auch Mut macht, Deinen Weg zu gehen. Es ist dafür auch niemals zu spät, damit anzufangen. Und ja, auch ich kenne diese Interessensvielfalt, die vielfach von Außen als wankelmütig interpretiert wird. Lass Dich davon nicht irritieren. Dein Leben kannst nur Du selbst leben, genauso wie wir nicht das Leben der anderen leben können. Und wenn Du Dich heute für das Eine entscheidest, heißt das noch lange nicht, dass Du nicht morgen auch das Andere machen kannst. Die Welt ist schon lange nicht mehr beschränkt auf nur den einen Beruf, das eine Hobby oder das eine Interesse. Genießen wir unser Leben in jeder Sekunde und freuen uns über unsere eigene Weltansicht, denn auch die ist immer einzigartig. Die spannende Erfahrung die ich dabei in letzter Zeit auch immer wieder mache: wenn Du Dir selbst treu bleibst, dann triffst Du auf Menschen, die eine ähnliche Weltanschauung haben und mit denen Du in Deiner momentanen Situation auch kompatibel bist 🙂
    LG Susanne

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