Spinatsonne

Anlässlich des Gründonnerstags gibt es heute von mir ein besonderes Rezept. Dieses Rezept mache ich schon traditionell jährlich in meinem Osterkochkurs und das gab es nur für die Teilnehmer vor Ort. Viele Teilnehmer sagten mir, dass das der Auslöser war, warum sie den Kurs gebucht hatten. Auch heuer gab es sie wieder, die Spinatsonne. Und ich mache Dir, als treuem Leser, heute dieses Rezept als Geschenk!

Entdeckt habe ich sie vor einigen Jahren in diesem youtube-Video von ThermomixEvents.

Ich hab sie ein bisschen adaptiert und angepasst, weil ich einfach lieber mit Dinkel arbeite und auch gerne einen Teil volles Korn verwende. Das Besondere an der Spinatsonne ist dieser Teig. Der ist ganz schnell gemacht und einfach traumhaft zu verarbeiten, ganz ohne ihn kühl stellen zu müssen. Du wirst begeistert sein, wenn Du das nachmachst. Auch die Füllung habe ich angepasst, da ich ungern angefangene Packungen im Kühlschrank stehen habe und Ricotta ist bei uns meist in 250-Gramm-Bechern erhältlich.

Im Kochkurs hatte ich diesmal ganz kreative Teilnehmer, die gleich darüber diskutierten, was man hier außer der Spinatfülle noch machen könnte. Irgendwie kam immer wieder das Thema Speck zutage 😉 Meine Teilnehmerinnen wollten sich wohl die Fastenzeit durch den geistigen Genuss von Speck verschönern 🙂

Welche Fülle würdest Du Dir für so eine Augenweide wünschen? Ich freue mich über Deine Ideen!

 

Die Zutaten für eine große Sonne (ca. 6 Portionen)

Für den Teig

  • 100 g Dinkelkörner
  • 400 g Dinkelmehl
  • 90 g Olivenöl
  • 200 g Weißwein

Für die Fülle

  • 100 g Parmesan
  • 350 g Blattspinat (blanchiert und gut ausgedrückt)
  • 1 bis 2 Zehen Knoblauch
  • 250 g Ricotta
  • 1 Ei
  • 3 gehäufte EL Semmelbrösel
  • 2 TL Salz
  • 2 Prisen Pfeffer
  • 2 Prisen Muskatnuss

Zum Bestreichen

  • 1 verquirltes Ei oder etwas Milch

Nährwerte pro Portion á 241 g: 629 kcal 23 g EW 63 g KH 28 g F

Zubereitungszeit 01:00 h
Vorbereitungszeit 00:20 h
Garzeit 00:40 h

So wird’s gemacht

mit dem Thermomix

Backrohr auf 180 °C Heißluft vorheizen.

Dinkelkörner in den Mixtopf geben und 30 Sek./Stufe 10 mahlen.

Dinkelmehl, Olivenöl und Weißwein zugeben und 2 Min./Teigknetstufe zu einem Teig verarbeiten. Den Teig in 2 Teile teilen und zu 2 gleich großen Kreise mit ca. 28 bis 30 cm Durchmesser ausrollen, so dass ein Kreis gut auf einem Backblech Platz hat. Einen der beiden Kreise gleich auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen.

Für die Fülle den Parmesan in den Mixtopf geben und 15 Sek./Stufe 10 zerkleinern.

Den Blattspinat (blanchiert und gut ausgedrückt) und den Knoblauch zugeben und 10 Sek./Stufe 7 zerkleinern. Wenn Du frischen Babyspinat verwendest, dann brauchst Du ihn nicht blanchieren, dann kannst du ihn frisch in den Mixtopf geben. Ricotta, Ei und Semmelbrösel zugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und 20 Sek./Stufe 4 verrühren. Sollte die Masse noch zu feucht sein, einfach noch etwas mehr Semmelbrösel dazugeben.

Die Fülle auf dem auf dem Backblech liegenden Teigkreis verteilen und zwar so, dass ein Teil der Fülle in der Mitte ist und ein zweiter Teil einen Ring etwas weiter außen bildet. Den zweiten Teigkreis darüberlegen. Mit Hilfe einer Gabel den Rand festdrücken. Über die Fülle in der Mitte ein Häferl oder eine kleine Schüssel stülpen und vom Rand jeweils ca. alle 2 bis 3 cm den Teig bis zum Häferl einschneiden für die Sonnenstrahlen. Jeden einzelnen Sonnenstrahl um 90 ° drehen. Mit der Gabel noch einmal rund um das Häferl einstechen. Den Teig mit Milch oder Ei bestreichen und bei 180 °C 30 bis 40 Min. backen.

Spinatsonne Verteilung der Fülle

Spinatsonne Formen der Strahlen

Ein kleines Video direkt vom Osterkochkurs

In diesem kleinen Video siehts Du, wie wir die Strahlen der Sonne formen.

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Und so wird’s gemacht

auf klassische Art

Backrohr auf 180 °C Heißluft vorheizen.

Gemahlenen Dinkel oder statt dessen Dinkelvollkornmehl, Dinkelmehl glatt, Olivenöl und Weißwein mit der Hand oder mit den Knethaken des Mixers zu einem Teig verarbeiten.Den Teig in 2 Teile teilen und zu 2 gleich großen Kreise mit ca. 28 bis 30 cm Durchmesser ausrollen, so dass ein Kreis gut auf einem Backblech Platz hat. Einen der beiden Kreise gleich auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen.

Für die Fülle den Blattspinat (blanchiert und gut ausgedrückt, oder Babyspinat frisch, der braucht nicht blanchiert zu sein) fein hacken. Mit geriebenem Parmesan, fein gehacktem Knoblauch, Ricotta, Ei und Semmelbrösel zu einer cremigen Masse verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Sollte die Masse zu feucht sein, kann man noch etwas Semmelbrösel zugeben.

Die Fülle auf dem auf dem Backblech liegenden Teigkreis verteilen und zwar so, dass ein Teil der Fülle in der Mitte ist und ein zweiter Teil einen Ring etwas weiter außen bildet. Den zweiten Teigkreis darüberlegen. Mit Hilfe einer Gabel den Rand festdrücken. Über die Fülle in der Mitte ein Häferl oder eine kleine Schüssel stülpen und vom Rand jeweils ca. alle 2 bis 3 cm den Teig bis zum Häferl einschneiden für die Sonnenstrahlen. Jeden einzelnen Sonnenstrahl um 90 ° drehen. Mit der Gabel noch einmal rund um das Häferl einstechen. Den Teig mit Milch oder Ei bestreichen und bei 180 °C 30 bis 40 Min. backen.

Spinatsonne fertig

Dazu passt am Besten

Ich mache die Sonne gerne für Gäste, denn sie geht schnell und schaut toll aus. Dazu serviere ich einen frischen Salat und ein Glas trockenen Weißwein.

Was es sonst noch zu sagen gibt

TCM-Wirkung: die Spinatsonne nährt das Yin und das Blut, fördert die Verdauung und ist thermisch leicht kühlend; Therapeutisch passt sie daher gut bei Herz-Blut-Mangel, bei Leber-Blut-Mangel, bei Trockenheit, bei Säftemangel, Unruhe, Durst sowie bei chronischer Verdauungsschwäche; Vorsicht ist geboten bei Nierenentzündungen, Nierensteinen und Gicht, denn aufgrund des hohen Oxalsäuregehalts im Spinat kann das kontraproduktiv sein. Ob dieses Rezept zur eigenen Konstitution passt, kann eine Ernährungsberatung klären. Wenn Du etwas mehr über meine Arbeitsweise erfahren möchtest, dann buche doch gleich unverbindlich eine kostenlose Erstanalyse.

Westlich, also in Bezug auf die Nährstoffversorgung hat die Sonne auch einiges zu bieten. Sie liefert die Vitamine A, K und Folsäure und die Spurenelemente Kupfer und Mangan. Und da in so einer Spinatsonne kaum Fruktose enthalten ist und wesentlich mehr Glukose, kannst Du sie auch bedenkenlos essen, wenn Du an einer Fruktose-Malabsorption leidest. Infos darüber findest Du im kürzlich erschienen Artikel Wenn Obst im Bauch zur Qual wird.

Ein kleiner Nachtrag

Wenn eine Sonne keine Herausforderung mehr für Dich ist, dann mach sechs kleine Sonnen 🙂

Dazu teilst Du den Teig in 12 Teile – ich wiege sie zu dem Zweck einfach aus – je 65 g und die rollst Du zu Kreisen aus. Bei mir hatten diese Kreise einen Durchmesser von ungefähr 15 cm. Der Teig ist da etwas dünner ausgerollt, als bei der großen Sonne. Dann verteilst Du die Fülle auf 6 der Teigkreise wie oben beschrieben. Die anderen 6 Teigkreise legst Du über die Fülle, wie oben. Für die Sonnenmitte eignet sich ein Schnaps- oder Likörglas. Dann musst Du nur mehr die Ränder mit der Gabel festdrücken, die Strahlen einschneiden und um 90 ° drehen. Die kleinen Sonnen sind nach 25 bis 30 Minuten gebacken.

Kleine Spinatsonnen

Kleine Spinatsonnen gebacken

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachbacken!

Was würdest Du gerne in so eine Sonne füllen? Ich freue mich über Deine Kommentare!

Susanne Lindenthal

Mein Name ist Susanne Lindenthal und ich bin Deine Expertin in Sachen Verdauung. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Zum einen bin ich mit Leib und Seele Ernährungswissenschafterin, zum Anderen bin ich der Traditionellen Chinesischen Medizin verfallen. In meinen Beratungen verbinde ich diese scheinbar konträren Welten und verhelfe damit Führungskräften und UnternehmerInnen zu einem besseren Bauchgefühl.

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Daniela - 10. April 2018 Reply

Welch leckeres Rezept – es fand einen wundervollen Platz bei unserem Osterbrunch und war ruckzuck weg und hat Groß und Klein wunderbar geschmeckt. Bei uns gab es noch eine Knoblausosse dazu, die die Kinder selbst herstellen

    Susanne Lindenthal - 10. April 2018 Reply

    Das freut mich sehr, liebe Daniela

Nicola Herrmann - 29. März 2018 Reply

Oh das sieht extrem lecker aus! Als Blume kannte ich es schon, aber eine Sonne ist auch toll. Danke für dieses tolle Rezept!

    Susanne Lindenthal - 29. März 2018 Reply

    Liebe Nicola,
    es freut mich, dass Dir die Sonne gefällt. Die Blume ist meist ein Germteig, die findest Du auch schon bei mir am Blog: http://www.essenbelebt.at/blog/2014/04/pestoblume/
    Der Teig bei der Sonne ist ein Weinteig, der komplett ohne Gehzeit und ohne Kühlung auskommt. Viel Spaß beim Nachbacken!
    LG Susanne

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