Zucchini – bunt und gesund

Zucchini rund

Zucchini rund
Foto: pixabay.com

Die Zucchini [Cucurbita pepo subsp. pepo] gehören zur Familie der Kürbisgewächse. Es gibt gelbe, grüne und auch gestreifte Früchte. Meist kennt man die länglichen Früchte, aber auch runde Formen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bekannt sind die Zucchini seit dem 17. Jahrhundert und sind in Europa beheimatet. Die Vermarktung der aus dem Gartenkürbis gezüchteten Zucchini ging von Italien aus.

Botanisch gesehen

Die Pflanzen bilden männliche und weibliche Blüten aus, wobei sich nur aus den weiblichen Blüten Früchte bilden. Die männlichen Blüten werden im Volksmund auch „Wasserblüten“ genannt, weil sie scheinbar keine Funktion haben. Allerdings haben sie sehr wohl die Funktion, die weiblichen Blüten zu befruchten. Nur dann werden die Früchte wirklich groß. Wer schon selbst eine Zucchinipflanze im Garten gezogen hat, hat vielleicht schon beobachtet, dass manche Blüten mit bereits ausgebildetem Fruchtknoten nach kurzer Zeit absterben und verfaulen. Der Grund dafür ist, dass diese Blüten nicht befruchtet wurden. Das erledigen natürlich im Normalfall die Bienen. Allerdings kann man auch selbst nachhelfen, indem man mit einer männlichen Blüte die weiblichen selbst bestäubt. Dann sterben die Fruchtknoten nicht ab und es bilden sich meist sehr große Früchte.

Zucchiniblüte

Zucchiniblüte
Foto: pixabay.com

Die Pflanze braucht einen sehr nährstoffreichen Boden, viel Sonne und Wasser. Am Besten gedeiht sie am oder in Kompostnähe. Die Ernte erfolgt in der Zeit von Juni bis Oktober. Es werden laufend Früchte reif und man sollte aufpassen, dass diese nicht zu groß werden. Am Besten schmecken Zucchini, wenn sie eine Länge von 10 bis 20 cm haben. Wenn die Pflanze regelmäßig abgeerntet wird, bildet sie immer wieder neue Blüten und auch Früchte aus. Zucchini können nach der Ernte bis zu 14 Tagen im Kühlschrank gelagert werden. Zum Einfrieren eignen sich die Früchte nicht, da sie zu stark wasserhaltig sind und durch das Einfrieren ihre Konsistenz verlieren. Konservieren kann man sie beispielsweise eingelegt wie Gurken in einem Essigsud im Glas.

Die inneren Werte

Zucchini sind arm an Kalorien, dafür reich an Vitaminen und stark wasserhaltig. Dadurch gelten sie als leicht verdaulich. 100 g Zucchini enthalten 93 g Wasser, die restlichen 7 g sind Kohlenhydrate, Eiweiße und Ballaststoffe sowie Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium, Eisen, Vitamin A und C.

Was sagt die TCM dazu?

Zucchini zählen in der Fünf-Elemente-Ernährung zum Element Erde und sind von der Thermik kühlend und erfrischend. Sie haben einen süß-bitteren Geschmack und einen besonderen Bezug zu Magen, Milz, Lunge und Niere. Durch die kühlende Wirkung sind sie in der Lage Feuer zu reduzieren und Hitze auszuleiten. Daher werden sie therapeutisch bei Leber-Hitze und Entzündungen, vor allem in der Niere und im Darm, eingesetzt. Sie fördern die Harnausscheidung und wirken regulierend auf den Stuhlgang. Vor allem bei Trockenheit im Dickdarm, Verstopfung und einer verlangsamten Darmperistaltik können sie eingesetzt werden. Auch in der westlichen Ernährungslehre gelten Zucchini als entzündungshemmend, leicht abführend und harntreibend.

Zucchini Frucht mit Blüte

Zucchini Frucht mit Blüte
Foto: pixabay.com

Verwendung

Wenn man das Internet ein bisschen nach Zucchini-Rezepten durchstöbert, dann sieht man, dass es mittlerweile unzählige Rezepte mit Zucchini gibt. Von der Vorspeise, dem Salat, über die Hauptspeise bis hin zum Kuchen und eingekocht als Chutney oder Letscho findet man einfach alles. Zucchini können sowohl roh als auch gekocht, gebraten, gegrillt und gefüllt gegessen werden. Auch die Blüten sind zum Verzehr geeignet und werden meist gefüllt. Dafür eignen sich besonders die männlichen Blüten, da diese meist größer und schmackhafter sind, als die weiblichen. Der Pflanze reichen ja ein paar wenige männliche Blüten aus, um die weiblichen zu bestäuben. Wenn man ein bis zwei Blüten auf der Pflanze belässt, dann ist die Befruchtung auch gewährleistet. Aus dem Rest kann man wundervolle, kulinarische und optisch sehr anregende Gerichte zaubern.

Literaturnachweis

BLARER ZALOKAR, U., FENDRICH, B., HAAS, K., KAMB., P., RÜEGG, E. (2009), Praxisbuch Nahrungsmittel und Chinesische Medizin, Schiedlberg, Bacopa Verlag.
http://www.gartendialog.de/gartengestaltung/gemuesegarten/zucchini.html. Zugriff 14.08.2014
http://de.wikipedia.org/wiki/Zucchini. Zugriff 14.08.2014

Susanne Lindenthal

Mein Name ist Susanne Lindenthal und ich bin Deine Expertin in Sachen Verdauung. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Zum einen bin ich mit Leib und Seele Ernährungswissenschafterin, zum Anderen bin ich der Traditionellen Chinesischen Medizin verfallen. In meinen Beratungen verbinde ich diese scheinbar konträren Welten und verhelfe damit Führungskräften und UnternehmerInnen zu einem besseren Bauchgefühl.

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Gefüllte Zucchini › essenbelebt - 4. September 2017 Reply

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