Pulled Pork Burger aus dem Crockpot

Ich wollte immer schon mal … Kennst Du diesen Satz?

Pulled Pork ist in aller Munde, im wahrsten Sinne und ich hab mir schon so lange gedacht, ich muss das mal im Crockpot ausprobieren, das muss doch super einfach da drinnen funktionieren. Wer das noch nicht kennt, das kommt aus Amerika und ist einfach extrem lange gekochtes bzw. gebratenes Fleisch, das so weich ist, dass es sich mit der Gabel zerzupfen lässt, also gezupft = pulled ist. Also hab ich mal recherchiert und bin auch fündig geworden und zwar zum einen im youtube-Kanal von Die Sendung mit der Schmormaus und zum anderen bei Langsam kocht besser. Aus diesen beiden tollen Anregungen ist dann mein eigenes gezupftes Schweinefleisch geworden. Auch wenn es zeitlich etwas dauert und daher entsprechende Planung erfordert, das Ergebnis war einfach sensationell kann ich da nur sagen, und der Anhang war der selben Meinung. Wir hatten nur tagelang zu essen, weil das einfach eine riesige Menge an Fleisch wird.

Die Zutaten für viiiieeeele Portionen

  • 1,5 kg Schopf ohne Knochen
  • 2 Knoblauchzehen fein gehackt
  • 2 bis 3 EL Estragon Senf
  • 150 mL Apfelsaft
  • 25 mL Apfelessig
  • 200 bis 250 g Barbecue-Sauce
  • ca. 3 bis 4 EL des Rub

für den Rub (Gewürzmischung zum Einreiben des Schopfs), ergibt 1 Glas für den Vorrat

  • 2 EL Senfsaat gelb
  • 2 EL Pfeffer schwarz
  • 2 EL Chiliflocken
  • 4 EL Paprika edelsüß
  • 4 EL Paprikapulver geräuchert
  • 4 EL Kreuzkümmel (Cumin)
  • 2 EL Oregano
  • 4 EL Vollrohrzucker
  • 4 EL Salz

für die Burger

  • Coleslaw (amerikanischer Krautsalat mit Mayonnaise)
  • Avocadomayonnaise
  • Parmesan-Rosmarin-Burger-Buns

Ich hab für diese 3 Zutaten die Rezepte aus der Thermomix Rezeptplattform cookidoo.at verwendet. Da die Rezepte auf einer geschlossenen Plattform liegen und dem Copyright unterliegen, kann ich Dir die Rezepte dafür nicht verlinken. Für die Burger kannst Du aber auch jedes andere Coleslaw-, Mayonnaise- oder Burger-Buns-Rezept verwenden.

Der ultimative Pulled Pork Burger
Foto: Mag. Susanne Lindenthal

So wird’s gemacht

Am Vortag: Für die Gewürzmischung Senfsaat, Pfeffer, Chiliflocken, Paprika edelsüß, geräuchertes Paprikapulver, Kreuzkümmel, Oregano, Vollrohrzucker und Salz in den  Thermomix in den Mixtopf geben und 30 Sek./Stufe 10 pulverisieren. Vorsicht beim Öffnen, der Staub kann die Augen und Schleimhäute reizen.  Wer keinen Thermomix hat, kann die Mischung auch im Mörser zubereiten. Dazu zuerst Senf und Pfeffer mörsern und dann die übrigen Zutaten zugeben und alles so lange mit dem Mörser bearbeiten, bis eine feine Gewürzmischung entstanden ist.

Den Schopf zuerst mit Senf rundherum einstreichen. Knoblauch mit 3 bis 4 EL des Rub vermischen und den Schopf damit einreiben. Geht am Besten mit den Händen, danach kann man halt nix mehr angreifen.

Daher vorher schon ein Sackerl (so eines zum Tiefkühlen, groß genug für den Schopf) herrichten und den Apfelsaft und den Apfelessigabgemessen bereitstellen.

Den fertig eingeriebenen Schopf ins Sackerl verfrachten und mit dem Apfelsaft und dem Apfelessig begiessen. Aus dem Sackerl möglichst die gesamte Luft rausdrücken und dieses verschließen. Ich habe mich an den Tipp von Matze gehalten, 2 Sackerl ineinander gestülpt und diese mit mehreren Klammern verschlossen. Das so marinierte Fleisch darf dann am Besten über Nacht in den Kühlschrank.

Am nächsten Tag: Das Fleisch aus der Marinade in den Keramikeinsatz des Crockpot geben, mit der Marinade, die noch im Sackerl ist, übergießen und 7 Stunden auf High garen.

Im Crockpot gegartes Schweinefleisch
Foto: Mag. Susanne Lindenthal

In der Zwischenzeit die Burger-Buns, die Avocadomayonnaise und den Coleslaw zubereiten.

Parmesan-Rosmarin-Burger-Buns
Foto: Mag. Susanne Lindenthal

Coleslaw
Foto: Mag. Susanne Lindenthal

Nach der Garzeit das Fleisch aus dem Crockpot heben und am Besten mit 2 Gabeln zerzupfen. Das zerzupfte Schweinefleisch wieder zurück in den Crockpot geben und mit der Barbecue-Sauce vermischen. Die Menge richtet sich danach, wie würzig man das Fleisch haben will. Noch einmal ca. 1/2Stunde auf LOW einschalten, damit das Fleisch mit der Sauce noch durchziehen kann.

Gezupftes „pulled“ Fleisch
Foto: Mag. Susanne Lindenthal

Pulled Pork mit Barbecue-Sauce
Foto: Mag. Susanne Lindenthal

Die Burger-Buns aufschneiden, mit Avocadomayonnaise bestreichen, etwas von dem Fleisch und den Coleslaw darauf geben und mit demDeckel verschließen.

Pulled Pork Burger
Foto: Mag. Susanne Lindenthal

Mahlzeit!

Was macht man mit den Resten und was es sonst noch zu sagen gibt?

Wie gesagt, aus 1,5 kg Schopf bleibt eine Unmenge an Fleisch übrig. Wir haben das Fleisch einfach aufgewärmt, geht auch im Crockpot, Risibisi (Reis mit Erbsen) dazu gemacht und mit dem Coleslaw bzw. einer Schüssel grünen Salat hat das für 2 weitere Tage für 4 Personen eine ausreichende Mahlzeit ergeben.

Den Rub kann man für alle möglichen Grillfleischvarianten zum Würzen verwenden. Mit etwas Öl vermischt ergibt es ein wunderbare Marinade für Sparerips oder Koteletts.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Hast Du dieses oder ein ähnliches Rezept schon ausprobiert?

Ich freue mich über Deine Kommentare. Gerne kannst Du mir auch ein Foto schicken.

Susanne Lindenthal
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Susanne Lindenthal

Mein Name ist Susanne Lindenthal und ich bin Deine Expertin in Sachen Verdauung. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Zum einen bin ich mit Leib und Seele Ernährungswissenschafterin, zum anderen bin ich der Traditionellen Chinesischen Medizin verfallen. In meinen Beratungen verbinde ich diese scheinbar konträren Welten und verhelfe damit Führungskräften und UnternehmerInnen zu einem besseren Bauchgefühl.
Susanne Lindenthal
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Felicitas Wittmann - 22. August 2017 Reply

Susanne, so ein pulled irgendwas ist wirklich allzu köstlich. Steht immer wieder auf meinem Speiseplan. ich friere halt das Zerzupfte Fleisch einbind habe so jederzeit was fleischiges parat. fein, wieder mal von dir gelesen zu haben.
Glg felicitas

    Susanne Lindenthal - 22. August 2017 Reply

    Liebe Felicitas, ja das ist eine gute Idee, für’s nächste Mal halt 🙂 schön auch wieder mal von Dir zu lesen. LG Susanne

Barbecue-Sauce, BBQ-Sauce › essenbelebt - 7. August 2017 Reply

[…] wollte ich doch endlich mal Pulled Pork machen und nachdem ich ja keine fertigen Saucen kaufen mag, muss auch die Barbecue-Sauce selbst […]

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