Kirschenmarmelade mit Rotweinreduktion

Kirschmarmelade mit Rotweinreduktion

Was macht man, wenn man am Feiertag von der lieben Freundin angerufen wird mit den Worten „die Kirschen sind reif“? Na, Kirschenmarmelade natürlich!

Ein paar Tage zuvor hat sie schon angekündigt, dass es bald soweit sein kann. Sie hat einen riesigen Kirschbaum, eine der frühen Sorten, und das geht ja dann schnell. Zwei Tage zuvor wäre es zu bald gewesen, zwei Tage später und der Großteil verfault am Baum. Echt schade drum.

Ich hatte erst zum Wochenende hin damit gerechnet und damit auch noch keinen Gelierzucker eingekauft. Aber der Anruf kam am Feiertag. Und so hab ich mich zusammengepackt und bin mit meinem Korb und jeder Menge Vorfreude bewaffnet zu ihr in den Garten gefahren.

Es war wie angekündigt, wir hätten keinen Tag länger warten dürfen, denn es hatte ja – wie üblich – kurz vorher geregnet und die Kirschen waren knapp davor überreif zu werden. Nach einer guten Stunde Kirschen pflücken hatte ich eine beachtliche Menge beisammen.

Andrea erzählte mir schon des öfteren von einem Rezept für ihre Kirschenmarmelade, nämlich mit einer Rotweinreduktion und ich habe von ihr die Erlaubnis bekommen, dieses Rezept heute mit Dir zu teilen.

Sie ist wirklich ein Gedicht und Frühstücksluxus pur und sie wird definitiv eine meiner Lieblingsmarmeladen werden!

Die Zutaten für 3 bis 4 Marmeladegläser (je nach Größe)

Für die Rotweinreduktion

  • 300 mL Rotwein
  • 1 Stange Zimt
  • 5 Gewürznelken
  • 2 Streifen getrocknete Orangenschale

Für die Marmelade

  • 1 kg Kirschen, entsteint
  • ½ kg Rohrzucker
  • 1 Packung Gelierhilfe 2:1 (alternativ kannst Du natürlich auch einen fertigen Gelierzucker 2:1 nehmen, nur ich war wie gesagt nicht einkaufen und sowas hab ich immer in Reserve zuhause)
  • 1 TL Zitronensäure

Nährwerte pro Portion á 32 g: 64 kcal 0 g EW 14 g KH 0 g F
Zubereitungszeit: ca. 1 Std, Garzeit: ca. 15 Min.

So wird’s gemacht

auf klassische Art

Den Rotwein mit dem Zimt, den Gewürznelken und den getrockneten Orangenschalen auf kleiner Flamme einköcheln lassen, bis nur mehr ca. 50 bis 75 mL übrig sind. Das dauert so ungefähr eine gute halbe bis dreiviertel Stunde.

In der Zwischenzeit kannst Du die Kirschen entkernen.

Wenn Du – so wie ich – Deinen Kirschen-Entkerner im Vorjahr so gut verräumt hast, dass Du ihn nicht finden kannst, dann schau Dir mal dieses Video an. Es gibt einen ganz einfachen Trick, einen Kirschen-Entkerner selbst herzustellen und mit ein bisschen Übung bist Du genauso schnell, wie mit dem professionellen Entkerner.

Ich hab nur leider aufgrund der patzigen Finger und vor lauter schnell schnell das Handy verkehrt herum ins Stativ geschnallt. Für etwaige Nackenverspannungen durch’s Videoschauen kann ich Dir wärmstens die Shiatsupraxis JOANDO empfehlen (das ist übrigens auch die großzügige Kirschenspenderin) 😉

Wenn Du die Kirschen entkernt hast, dann ist auch die Rotweinreduktion so weit. Die Rotweinreduktion durch ein Sieb abgießen und dabei den einreduzierten Rotwein auffangen. Gemeinsam mit den Kirschen, dem Zucker, der Einkochhilfe und der Zitronensäure aufkochen lassen und ca. 5 bis 10 Minuten einkochen lassen.

Mit der Gelierprobe kannst Du feststellen, ob die Marmelade schon fertig ist. Dazu gibst Du einen kleinen Teller – bevor Du mit der Marmelade beginnst – in das Gefrierfach. Wenn die Marmelade ein paar Minuten gekocht hat, holst Du den Teller und gibst einen kleinen Tropfen der Marmelade darauf. Geliert die Marmelade schön, dann ist sie fertig, bleibt sie noch flüssig, dann musst Du sie noch ein paar Minuten köcheln lassen.

Kirschenmarmelade im Glas

Die fertige Marmelade noch kochend heiß in saubere, sterile Gläser füllen und sofort verschließen. Ich drehe sie nur einmal kurz um, damit entwaige Keime im Deckel durch die heiße Marmelade abgetötet werden und stelle sie zum Abkühlen normal hin.

Auf den Deckel stellen ist meines Erachtens nicht notwendig. Wenn der Deckel nach dem Abkühlen gut eingezogen ist (Twist-off-Deckel klicken, wenn sie einziehen, durch den entstehenden Unterdruck im Glas), dann ist die Marmelade zwei Jahre locker haltbar.

Zubereitung mit dem Thermomix

Wenn Du den Thermomix Dein eigen nennst, dann kannst Du die Marmelade natürlich auch im Thermomix einkochen.

Dazu gibst Du die Rotweinreduktion, die Kirschen, den Zucker, die Einkochhilfe und die Zitronensäure in den Mixtopf und schaltest den Thermomix 15 Min./100 °C/Stufe 1 ein. Sollte die Marmelade drohen überzukochen, dann die Temperatur auf 98 °C reduzieren. Die Gelierprobe machen und gegebenenfalls noch 2 Minuten nachstellen. In die Gläser füllen und das erste Glas gleich zum nächsten Frühstück aufmachen.

Kirschenmarmelade Brot

Was es sonst noch zu sagen gibt

TCM-Wirkung: Kirschen nähren nach der TCM besonders das Blut und sind daher ein tolles Blut-Tonikum. Blut und Säfte werden mit zunehmendem Alter immer weniger, gerade da sollten solche Tonikas im Speiseplan daher nicht fehlen.

Auch im Wechsel kann diese Marmelade ein abwechslungsreicher und gesunder Genuss sein. Nur Vorsicht ist geboten bei zu starken Hitzewallungen, denn diese Marmelade ist thermisch schon sehr warm. Wer jedoch trotz Wechsel eher zu kalten Füssen neigt, der darf sich die Marmelade gerne gönnen.

Woher bekomme ich getrocknete Orangenschale?

Immer wenn ich Bio-Orangen bekomme, dann schäle ich diese vorm Essen mit dem Sparschäler ab und lasse die Schalen auf einer Küchenrolle einfach lufttrocknen. Wenn sie trocken sind, dann kommen sie so in ein Glas und ich habe immer getrocknete Schale für’s Kuchenbacken, für den Glühwein im Winter oder eben für eine Rotweinreduktion auf Vorrat.

Was ist Deine Lieblingsmarmelade?

Ich freue mich über Deine Kommentare!

 

Susanne Lindenthal
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Susanne Lindenthal

Mein Name ist Susanne Lindenthal und ich bin Deine Expertin in Sachen Verdauung. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Zum einen bin ich mit Leib und Seele Ernährungswissenschafterin, zum anderen bin ich der Traditionellen Chinesischen Medizin verfallen. In meinen Beratungen verbinde ich diese scheinbar konträren Welten und verhelfe damit Führungskräften und UnternehmerInnen zu einem besseren Bauchgefühl.
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