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17. Februar 2021

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Fasten in der Fastenzeit

By Susanne Lindenthal

Februar 17, 2021

Abnehmen, Alkohol, Basenfasten, Entschlacken, Fasten, Gewicht reduzieren, Heilfasten, Mythen, Reinigung, Tradition, Verzicht, Zellreinigung

Heute, am 17.02.2021, beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit, zumindest für die Katholiken, dabei beruht das christliche Fasten auf jüdischer Tradition.

Heute nutzen viele die Fastenzeit aus nicht-religiösen Gründen, einfach um auf etwas zu verzichten. Auch ich habe das schon gemacht und beispielsweise einmal 40 Tage auf Fleisch verzichten. Ein anderes Mal habe ich 40 Tage auf Alkohol verzichtet. Streng genommen würde man hier nicht von Fasten sprechen, sondern Abstinenz oder Enthaltung.

Worauf verzichtest Du in der Fastenzeit?

Hier ein paar Ideen für Dich, wozu Du die Fastenzeit nützen könntest:

Verzicht auf 

  • Fleisch
  • Alkohol
  • Chips & Snacks
  • Nachspeisen
  • Süßigkeiten
  • Schokolade

oder anders rum, täglich mehr

  • Gemüse
  • kleine Sporteinheiten

oder mal was ganz anderes, nämlich Verzicht auf

  • Nachrichten
  • miese Laune
  • Social Media
  • Fernsehen & Serien
  • Streitereien

und wieder anders rum, setze den Schwerpunkt auf

  • eine positive Lebenseinstellung
  • mehr Wohlbefinden
  • Achtsamkeit beim Essen
  • bewusstes Wahrnehmen im Alltag

Meine persönliche Fastenzeit 2021

Mir persönlich gefällt momentan gerade der Verzicht auf Streitereien und miese Laune sehr gut.

Durch die Belastung, der wir momentan weltweit ausgesetzt sind und die damit verbundenen Herausforderungen wie HomeSchooling, HomeOffice und Isolation, die uns Corona beschert, sind viele Menschen momentan sehr gereizt. Die kleinste Kleinigkeit lässt einen explodieren.

Und ja, auch das kenne ich, obwohl ich sowieso immer im HomeOffice bin. Meine beiden Ernährungsberatungs-Praxenhabe ich ja auch da, wo ich wohne. Wenngleich ich mich nicht isoliert fühle, weil ich meine Beratungen und damit auch Kontakt zu anderen Menschen habe, ist es dennoch ungewohnt, den Mann so gut wie immer da zu haben, weil er halt auch HomeOffice hat. Das ständige Aufeinanderpicken, auch wenn ich das durchaus genieße, ist bis zu einem gewissen Grad einfach auch anstrengend und ungewohnt.

Da kommt es dann schon mal vor, dass ich gereizt reagiere, auch wenn ich das nicht möchte und sicher nicht bewusst mache. Daher liegt mein Fokus in diesem Jahr in der Fastenzeit, bewußter damit umzugehen, wie ich auf andere Menschen, auf Situationen, auf Umstände reagiere. 

Ich möchte diese Fastenzeit 2021 genau dafür nutzen, etwas gelassener zu sein, einfach darauf zu verzichten zu streiten, zu explodieren oder etwas zu sagen, wenn es nicht gerade etwas positives ist und dadurch mehr Ruhe und Frieden in den Alltag zu bringen. Denn es ist immer eine Frage der Entscheidung, ob ich streiten will oder ob ich mich einfach dagegen entscheide.

Was hat das mit der Ernährung zu tun?

Scheinbar hat das jetzt rein gar nichts mit dem Essen oder der Ernährung zu tun, oder?

Naja, genau genommen schon, denn eine innere Ruhe auch dafür sorgen, dass Dein Parasympathikus wieder mehr in den Vordergrund tritt, der damit für eine gute Verdauung sorgen kann. Ja, klingt weit her geholt, ist aber Fakt, dass unser Körper auch auf psychische Zustände reagiert und vielfach hängen gerade Verdauungsbeschwerden mit Stressreaktionen des Körpers zusammen.

Was bedeutet Fasten eigentlich?

Doch was bedeutet jetzt Fasten eigentlich?

Per Definition ist Fasten der völlige oder auch teilweise Verzicht auf bestimmte Speisen, Getränke und Genussmittel über einen bestimmten Zeitraum und wird vor allem aus religiösen Gründen in so gut wie allen Kulturen weltweit auch heute noch praktiziert.

Fasten hat eine Jahrtausende alte Tradition. Bereits im Alten Testament werden Fastenzeiten und einzelnen Fastentage erwähnt, um beispielsweise der Trauer den notwendigen Ernst zu verleihen. Egal in welche Ecke der Erde man schaut, überall findet man traditionelle Fastenzeiten.

Oder doch vielleicht nicht überall?

Als ich über die Hintergründe des Fastens und seinen Ursprung recherchierte, bin ich über so manche Kuriosität gestolpert und da viel mir meine liebe Freundin Stefanie Gralewski dazu eingefallen. Sie ist Expertin für europäischen Schamanismus, alte Religionen und Mythologien und für mich ist sie eine Verbinderin der Welten, denn sie Toleranz gerade da, wo viele Menschen kein Verständnis dafür haben. 

Also habe ich sie kurzerhand gefragt, ob sie mit mir über das Fasten plaudern mag und da habe ich tolle neue Erkenntnisse erlangt. Aber sieh doch einfach selbst.

Interview mit Stefanie Gralewski, der Berliner Hexe

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Was heißt Fasten heute?

Bei uns hat heute Fasten aber noch eine weitere Bedeutung dazugewonnen, nämlich im sogenannten Heilfasten oder Basenfasten, das dem Zweck dient, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern.

Heilfasten

Heilfasten soll entgiften, entschlacken, das Bindegewebe entstauen, ein besseres Hautbild schaffen, Gewichtsreduktion bewirken, die Darmfunktion optimieren, das Immunsystem aktivieren, den Stoffwechsel regulieren und natürlich auch noch als natürliches Anti-Aging wirken.

Versteh mich bitte nicht falsch, ich finde es grundsätzlich gut, dem Körper mal Pause zu gönnen. Denn Pausen in der Nahrungsaufnahme sind erwiesenermaßen vorteilhaft. Außerdem hat Fasten insofern eine reinigende Wirkung, dass wieder Platz für Neues ist. Das sehe ich eher metaphorisch und nicht unbedingt bezogen auf das Ernährungs- und Essverhalten. 

Und bin ich der Meinung, dass eine Woche Heilfasten im Jahr, nicht der Gral aller Dinge ist. Denn, das weißt Du, ich bin kein Freund davon, Ernährungsbewusstsein auf ein paar Tage im Jahr zu beschränken und den Rest des Jahres da nicht hinzuschauen.

Dick wirst Du nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten #essenbelebt #fasten #gesundheit #abnehmen #Fastenkur #Heilfasten

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Die Krux mit den Fastenkuren

Genauso wie man nicht zwischen Weihnachten und Neujahr dick wird, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten, so verhält es sich mit Fastenkuren. Wenn Du eine Fastenkur machst um aus dem Alltag auszubrechen und einen Impuls zu bekommen, um mal Pause zu machen, dann ist das alles gut und das ist auch durchaus eine Überlegung wert.

Wenn Deine Motivation aber daher rührt, dass Du damit die 10 Kilo, die Du zu viel auf den Hüften herumschleppst, in dieser einen Woche runterbekommst, um sie Dir danach wieder mit gleicher Hingabe hinaufzufuttern, dann tust Du Dir und Deinem Körper damit keinen Gefallen.

Denn unser Körper merkt sich solche Geschichten.  Leider!

Dir wird es daher mit jeder Wiederholung dieser Vorgehensweise schwerer fallen, Dein Gewicht halten zu können. Kommen dann auch noch hormonelle Schwankungen, Stressbelastungen und vielleicht auch noch Verdauungsbeschwerden dazu, dann wird es wirklich schwierig, dem Jojo-Effekt auszuweichen. 

Mein Fazit zum Fasten

Nutze so eine Zeit für eine innere Einkehr, für den Verzicht auf etwas, um seinen Wert wieder zu steigern, für Dein geistiges Wohlbefinden. Nicht jedoch für eine Gewichtsreduktion, dafür ist Fasten denkbar ungeeignet. 

Schreib mir doch!


Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Fasten und der Fastenzeit? Wie nutzt Du diese Zeit? Oder geht sie spurlos an Dir vorrüber? Schreib mir in einem E-Mail oder Kommentar Deine Erfahrung!


Susanne Lindenthal

ÜBER DIE AUTORIN

Mein Name ist Susanne Lindenthal und ich bin Deine Expertin in Sachen Verdauung. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Zum einen bin ich mit Leib und Seele Ernährungswissenschafterin, zum anderen bin ich der Traditionellen Chinesischen Medizin verfallen. In meinen Beratungen verbinde ich diese scheinbar konträren Welten und verhelfe Dir damit zu einem besseren Bauchgefühl.

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