Funktionelle Verdauungsstörungen – Dem Leiden ein Ende setzen!

Immer wieder kommen Menschen zu mir in die Praxis, sie hätten „Unspezifische Verdauungsstörung“ und ich solle mal über die Ernährung drüber schauen. Vielleicht könne man da ja doch etwas verbessern. Häufig haben diese Klienten einen langen Weg hinter sich, wurden von Arzt zu Arzt weitergereicht, haben viele Untersuchungen gemacht und sind oftmals mit einem oder mehreren der folgenden Sätzen aus der Behandlung entlassen worden:

  • „Das könnte an der Ernährung liegen“,
  • „Man würde halt irgendetwas nicht vertragen“ oder
  • „Das könnte auch psychisch bedingt sein“ usw.
  • Manchmal fällt auch das Wort „Reizdarm“ und „Da kann man nix machen, damit muss man dann halt leben“

Der Reizdarm ist in aller Munde

Das klingt an sich schon komisch, handelt es sich hierbei doch um das andere Ende der Verdauung, was Probleme bereitet. Tatsächlich ist es so, dass sich Verdauungsbeschwerden dieser Art häufen und neben den Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist der „nervöse Darm“ – so wurden funktionelle Verdauungsstörungen in den 90er Jahren genannt – die häufigste funktionelle Magen-Darm-Erkrankung.

In den USA tauchten in dieser Zeit vermehrt Patienten auf, die unter regelmässigen Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Blähungen, Bauchkrämpfen oder Verstopfung litten. Den Forschern war das Phänomen vor allem bei jungen Menschen bekannt, die vor einer Prüfung oder bei außergewöhnlicher Aufregung schlagartig auf die Toilette müssen. Nach dem Stress war der Stuhldrang dann aber auch schon wieder vorbei.

Mittlerweile weiß man, eine psychische Belastung und großer Stress hat einen maßgeblichen Einfluss auf unser Verdauungssystem. Die TCM sagt das schon lange, denn wenn das Holz-Element die Erde attackiert, dann ist es aus mit der geregelten Verdauung.

Was hat es mit der steigenden Anzahl an Erwachsenen, die unter diesen Beschwerden leiden, auf sich?

In unserer stressbehafteten Zeit ist es kein Wunder, dass die Anzahl der an Reizdarm leidenden Menschen steigt. Aber auch der Konsum an Halbfertig- und Fertigprodukten, die vermehrt Emulgatoren, Stabilisatoren, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Farbstoffe und andere Lebensmittelzusatzstoffe enthalten, ist es beinahe ein Wunder, dass es sich bei diesen Störungen nur um reine funktionelle Störungen handelt.

Das gute daran, es ist zwar echt lästig und ja, es beeinträchtigt definitiv und oftmals auch massiv die Lebensqualität, aber es sind keine Spätfolgen bekannt und der Darm und die Darmschleimhaut werden davon – aus heutiger Sicht – nicht geschädigt. Das heißt, die Geschichte ist weiter nicht gefährlich.

Eine gründliche Diagnose ist unbedingt notwendig!

Dazu muss aber eine ordentliche Diagnostik erfolgen und wirklich ernsthafte Erkrankungen, die nicht nur die Darmschleimhaut schädigen können, erstmal ausgeschlossen werden. D.h. wer immer unter häufig wiederkehrenden, also chronischen Verdauungsbeschwerden leidet, die länger als 3 Monate anhalten und mit Stuhlgangsveränderungen einhergehen, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen, um folgende Erkrankungen auszuschließen:

  • Zöliakie
  • Darmentzündungen
  • Divertikelkrankheit, Polypen oder Darmkrebs
  • Magengeschwüre, Magenkrebs
  • Erkrankungen der Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz oder Nieren
  • Erkrankungen der Gebärmutter oder Eierstöcke

Zusätzlich zu den Untersuchungen, die notwendig sind um eine Ausschlussdiagnose durchzuführen, können H2-Atemtests gemacht werden, um Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption oder eine Dünndarmfehlbesiedelung auszuschließen. Erst dann, wenn hier nichts gefunden wurde, spricht man von einem Reizdarmsyndrom bzw. von einer funktionellen Verdauungsstörung.

 

Buche gleich hier Deine persönliche kostenlose Erstanalyse!

 

Was tun, wenn das nun feststeht?

„Es gibt keine einheitliche Ernährungsempfehlung für Reizdarmsyndrom“ – so steht es in den Leitlinien und das spiegelt auch meine Erfahrung wider. Denn die Ernährungsempfehlungen richten sich nach den jeweiligen Symptomen des Einzelnen. Hier kommt meine integrative Ernährungsberatung so richtig zum Tragen. Denn damit verbinde ich das Beste aus zwei Welten:

  1. Die moderne Ernährungswissenschaft und
  2. Die jahrtausendealte Traditionelle Chinesische Medizin

Dazu kommt meine Rundum-Beratung, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht und Du als Klient die Möglichkeit hast, mich jederzeit, während unserer Zusammenarbeit, erreichen zu können.

Die moderne Ernährungswissenschaft

Mit Hilfe der Ernährungswissenschaft kann durch zeitlich begrenzte Elimination von Nahrungsbestandteilen oder Nahrungsmitteln, welche möglicherweise verantwortlich sind für die negativen Reaktionen des Verdauungstraktes, sofort Linderung verschafft werden.

Die Traditionelle Chinesische Medizin

Mit der TCM gehen wir auf Ursachensuche. Diese funktionellen Verdauungsstörungen können sich einerseits in einem Ungleichgewicht des Erd-Elements manifestieren, andererseits kann auch, wie schon erwähnt, das Holzelement dazu beitragen, das sensible Fließgleichgewicht zu stören. Daneben können aber auch Ungleichgewichte im Dickdarm die Ursache sein, die zum Reizdarm führt. Je nach Syndrom wird eingegrenzt und im Anschluss das entsprechende Organsystem gestärkt, um das oder die Ungleichgewichte zu beheben.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Durch ausführliche Gespräche mit meinen Klienten und durch das Herausfiltern, wo denn der Leidensdruck am Größten ist, kann ich genau dort ansetzen, wo die Lebensqualität am Meisten beeinträchtigt ist. Dabei begleite ich meine Klienten auf ihrem Weg zur eigenen Wohlfühlernährung und zum besseren Bauchgefühl.

Der psychische Aspekt ist natürlich hier auch ein wesentlicher, denn ob das Reizdarmsyndrom die Ursache für eine psychische Beeinträchtigung ist – es ist ja nicht leicht, so zu leben, dass immer eine Toilette in greifbarer Nähe ist – oder ob die Psyche der Auslöser für den Reizdarm ist, darüber ist sich die Neurowissenschaft und auch die Neurogastroenterologie noch nicht im Klaren.

Fakt ist, dass es eine Verbindung zwischen dem Gehirn und dem Darm gibt und dass wir quasi ein zweites „Gehirn“ im Darm haben, ein Bauchhirn sozusagen. Den Darm umgibt ein Nervengeflecht, größer als unser Gehirn, welches autark agieren kann.  Und dann wäre da noch das Mikrobiom. Bakterien, die in etwa in der gleichen Anzahl unseren Darm bewohnen, wie wir eigene Körperzellen haben. Dies alles beeinflusst die Verdauung, die Psyche, den Rest von uns und umgekehrt.

 

Buche gleich hier Deine persönliche kostenlose Erstanalyse!

 

3 kleine Tipps aus der Praxis

  • Vermeide Fertig- und Halbfertigprodukte: Lebensmittelzusätze sind oftmals für den technologischen Produktionsprozess notwendig, stellen aber für unseren Körper oftmals eine Belastung beim Verdauen dar. Wie immer lautet hier mein Leitspruch: Ich arbeite mit echten Lebensmitteln! Meine Meinung zum Thema Nahrungsergänzungsmittel habe ich ja schon im gleichlautenden Artikel kundgetan.
  • Iss morgens ein warmes, gekochtes Frühstück: es geht darum, dem Körper ein bekömmliches Frühstück zu geben, aus welchem er die Energie für den ganzen Tag ziehen kann. Die Verdauungskraft ist in der Früh am stärksten, da können wir das meiste aus dem Essen herausholen. Mach Dir zum Beispiel einen Hirsebrei, zur Abwechslung mal mit Heidelbeeren, oder ein Sterz, so wie er traditionell in der Steiermark aus Buchweizen gemacht wurde, zum Frühstück. Wer mich kennt, weiß, dass ich an dieser Stelle immer die Omas zitiere: Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Bauer und abends wie ein Bettelmann!
  • Scharfe und heiße Gewürze im Übermaß meiden: Chili, getrockneter Ingwer im Übermaß reizen die Darmschleimhäute und werden meist nicht sehr gut vertragen. Hingegen werden karminative, also verdauungsfördernde Gewürze und Kräuter wie beispielsweise Kümmel, Fenchel, Anis, Kardamom, Rosmarin oder Dille gut vertragen. Mit Maß und Ziel lautet hier meine Devise!

Es gibt Hoffnung!

Dem Leiden ein Ende setzen, das ist der Wunsch vieler, die mit einem sensiblen Darm belastet sind. Mit der richtigen Unterstützung können die häufigsten Symptome zumindest gelindert werden. Gerne stehe ich Dir für eine kostenlose Erstanalyse zur Verfügung.

Buche gleich hier Deine persönliche kostenlose Erstanalyse!

Wie ist Deine Erfahrung mit funktionellen Verdauungsstörungen?

Gerne beantworte ich Dir Deine Fragen dazu!

Susanne Lindenthal

Mein Name ist Susanne Lindenthal und ich bin Deine Expertin in Sachen Verdauung. In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Zum einen bin ich mit Leib und Seele Ernährungswissenschafterin, zum Anderen bin ich der Traditionellen Chinesischen Medizin verfallen. In meinen Beratungen verbinde ich diese scheinbar konträren Welten und verhelfe damit Führungskräften und UnternehmerInnen zu einem besseren Bauchgefühl.

Click Here to Leave a Comment Below

Dr. Annette Pitzer - 15. Februar 2018 Reply

Liebe Susanne Lindenthal,

sehr lesenswerter Blogartikel, danke dafür!

Alles Liebe
Dr. Annette Pitzer

    Susanne Lindenthal - 15. Februar 2018 Reply

    Liebe Annette,
    freut mich sehr, dass er Dir gefällt.
    LG Susanne

Leave a Reply:

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Nur Cookies von essenbelebt.at zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.
  • Keine Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz. Impressum

Zurück